Geschichte

10. August 1891
Gründung des TV Nachrodt-Obstfeld. Gründungsversammlung in der „Rastatt“. Gründungsmitglieder: Karl Gräf, Ernst Fischer, Karl Jeide, Hermann Schirmer, Max Heinze, Ernst Bierögel. Eine 40 Mann starke Versammlung wählte Karl Gräf zum 1. Vorsitzenden. Im Gründungsjahr zählte der nur aus Männern bestehende Verein ca. 50 Mitglieder. Turnschwestern kamen erst später hinzu.

1895
Unter dem Vorsitzenden Wilhelm Hegemann wird eine Vereinsfahne angeschafft. Auch ein Trommlerchor wird ins Leben gerufen.

1896
Der TV erhält mit Ludwig Schäfer einen Repräsentanten, der 24 Jahre den Vorsitz haben wird.

1900
Die Mitgliederzahl hat sich verdoppelt – 1908 gar verdreifacht. 154 Mitglieder sind sehr stattlich im Verhältnis zu der recht geringen Einwohnerzahl der Talgemeinde. Das gesellige Leben wird groß geschrieben – Turnen ist mehr als nur eine Sportart unter anderen, es ist eine Lebensanschauung. Turnvereine sind Kulturträger und gestalten das öffentliche Leben mit.

1901
Die Nachrodter Turner gründen eine eigene Theatergruppe – zusammen mit den Frauen und Bräuten.

1911
Der Turnbruder Hermann Schirmer setzt sich erneut dafür ein, dass der Verein endlich einen eigenen Turn- und Spielplatz bekommt. Im August ist es dann so weit- Man darf den Platz an der Lenne unterhalb der alten Nachrodter Brücke erweitern und begradigen und nun offiziell und kostenlos nutzen. Die besseren Trainingsbedingungen zahlen sich bald aus – mit Carl Obstfeld stellt der Verein erstmals einen Sieger beim Harkort-Bergfest.

1912
löst sich leider die seit elf Jahren bestehende Theatergruppe auf.

1914
Das Jahr 1914 ist in vielfacher Hinsicht bedeutungsvoll. Eine Fußballriege wird gegründet. Die weltpolitischen Ereignisse (1. Weltkrieg) jedoch machen aller Freude an Sport und Spiel jäh ein Ende. 63 Mitglieder „ziehen ins Feld“.

1919

kann ein Neuanfang gemacht werden. Eine neue Herrenturnriege und eine Damenturnriege werden gebildet. Der TV Nachrodt-Obstfeld und der Sportverein beraten über einen Zusammenschluss. Der neue TuS Nachrodt-Obstfeld wird ins Vereinsregister eingetragen. Fritz Knipps wird am 2. Januar 1921 zum Vorsitzenden gewählt. Eine neue Ära beginnt.
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Weihe der Vereinsfahne

1921
richtet der Verein das Bezirksturnfest aus. Dem langjährigen Kassenwart Hermann Schirmer wird der Ehrenbrief des DTB überreicht.
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1922
kauft der Verein das Gelände am Holensiepen (heue Lennehalle) und weiht es am 17. 9. 1922 ein. Es heißt von nun an „Turn- und Spielplatz Lenneblick“. Die Mitgliederzahl (ohne Kinder) beträgt 227.Der TuS Nachrodt-Obstfeld übernimmt die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr (die allein nicht mehr lebensfähig ist) bis 1934 – erster Brandmeister wird Carl Obstfeld.

1923
wurde das Ehrenmitglied Julius Grove Erster Turnwart und löste damit Wilhelm Heiermann ab.

1924
wurde Wilhelm Heiermann erster Oberturnwart im Verein.

1925
Der Verein erwirbt die Anhöhe neben dem Turnplatz Lenneblick. Dort kann nun mit dem Bau einer vereinseigenen Turnhalle begonnen werden. Es ist jedoch ein mühevoller Weg, den Bau zu finanzieren. Die Gemeinde gewährt ein Darlehn in Höhe von 10.000 RM mit der Auflage, dass auch der Turnunterricht der Volksschule in der Halle stattfinden kann. Bis zur Fertigstellung der Halle gehen noch einige Jahre ins Land.

1928
Gründung einer Handballabteilung.

1930
Der TuS Nachrodt-Obstfeld tritt aus dem Märkischen Turngau aus und wird Mitglied im Lenne-Volme Turngau. Musikalische Mitglieder gründen eine Mandolinengruppe innerhalb des Turnvereins. Am 04.10.1930 wird die neue Turnhalle feierlich eingeweiht. Die neue Sportstätte beschert dem Verein allein im Oktober dieses Jahres 61 neue Mitglieder.
altesporthalle

1931

Anlässlich des 40. Jubiläums des TuS richtet der Verein das Bezirksturnfest aus.

1932
Aufstieg der Handballmannschaft in die Gauklasse.

1933
Durchführung des Gau-Turnfestes. Machtergreifung der NSDAP in Deutschland; auch mit Auswirkungen auf den Sport in unserer Gemeinde.

1934
Zwangsweise Ausgliederung der Feuerwehrabteilung aus dem TuS Nachrodt-Obstfeld.

1937
Erzwungene Vereinigung des TuS mit der Sportunion Nachrodt, dem örtlichen Fußballverein. Der Verein heißt nun TuS Nachrodt 91/19 Während des Krieges kommt das Turnen fast zum Erliegen, da die Turnhalle von der Gemeinde benötigt wird und gegen Ende des Krieges sogar als Schlafstelle für Kriegsgefangene genuzt wird. Insbesondere dank des damaligen Vorsitzenden Heinrich Schmidt, seiner Frau Käthe und des späteren ersten Vorsitzenden Emil Brenscheidt, konnte der Sportbetrieb einigermaßen Aufrecht erhalten werden.

1946

Wiederaufnahme des Turnbetriebes. Erhard (Ekke) Schefflerwird Vorsitzender. Schwierige Zeiten – kein Geld – keine neuen Sportgeräte – keine Sportkleidung. Sportler wie Karl Obstfeld und Bruno Politowski machen sich um den Verein verdient.

1948
Der TuS Nachrodt-Obstfeld trennt sich von seinen Fußballern, die unter dem Namen Spvg Nachrodt wieder einen selbstständigen Verein bilden.
Teilnahme am Deutschen Turnfest in Frankfurt.

1950
Teilnahme am Landesturnfest in Hamm.

1953
11 Nachrodter Turner Sieger beim Deutschen Turnfest in Hamburg.
Schließung der Handballabteilung des Vereins.

1957
Walter Brenscheid übernimmt den Vorsitz von Erhard Scheffler, der aus beruflichen Gründen Nachrodt verlassen muss.

1958
Walter Böhl wird erster Vorsitzender des TuS Nachrodt-Obstfeld. Teilnahme am Deutschen Turnfest in München.

1961
Gründung einer Tischtennisabteilung im TuS Nachrodt-Obstfeld. Vorsitzender der Abteilung wird Ulrich von der Brake.

1963
Hans Peter Joergens siegt beim Deutschen Turnfest in Essen.

1964
Beim Endkampf des Pentathlon auf dem Harkortbergfest gewinnt Hans Peter Joergens gegen sein Bruder Norbert. Ein Jahr später revanchiert sich aber Norbert und wird als Sieger gefeiert.

1965
Emil Brenscheidt nimmt die Geschicke des Vereins als ersterVorsitzender in die Hand.

1967
Fertigstellung des neuen Sportstadions am Holensiepen, dass heute den Namen unseres Turnbruders und späteren Bürgermeisters Wilhelm Mestekämper trägt.

1969
Einweihung der neuen Turnhalle und des Gartenhallenbades.
Die alte Turnhalle und das benachbarte vereinseigene Gelände gehen unter der Voraussetzung, dass alle Sportler des TuS die gemeindlichen Anlagen kostenlos nutzen dürfen, in den Besitz der Gemeinde über.
Gründung einer Schwimmabteilung innerhalb des Vereins.

1970
Die Leichtathleten gründen eine eigene Abteilung. Eine Jedermanngruppe wird innerhalb der Leichtathletikabteilung von H. P. Joergens ins Leben gerufen.

1971
Klaus Naujoks, Bauunternehmer aus Schwerte, übernimmt den Vorsitz der Tischtennisabteilung. Durch das finanzielle Engagement des neuen Vorsitzenden können Spieler wie Solka, Seppi, Plankermann und Lieck nach Nachrodt geholt werden. Es gelingt der Durchmarsch von der Kreisliga bis in die Tischtennisbundesliga. Die Gemeinde wird durch diese Abteilung in ganz Sportdeutschland bekannt.

1973
Aus finanziellen Gründen trennt sich Tischtennisabteilung vom TuS Nachrodt-Obstfeld und spielt fortan als selbstständige TTG Altena-Nachrodt in der Bundesliga.
Gründung einer Volleyballgruppe unter dem Dach der Turnabteilung. Die Leichtathleten unseres Vereins sind tragende Säulen der bis 1977 bestehenden LG Altena-Nachrodt, einem Zusammenschluss der Leichtathleten vom MTV Altena, TSV Altena, TV Städt. Rahmede und des TV Wiblingwerde.

1973-1977
Unter Leitung von Willi Degenhardt blüht die Prellballgruppe des Vereins richtig auf. Es können in allen Männerklassen Mannschaften gestellt werden, die teilweise bis in die Landesliga aufsteigen.

1977
Die Einweihung der Lennehalle bringt für den Verein eine weitere Verbesserung der Sportmöglichkeiten.

1981
Der TuS Nachrodt-Obsteld richtet das Gau-Turnfest aus. Über 500 Aktive konnten bei dieser zweitägigen Veranstaltung begrüßt werden.
Gründung der Badminton-Abteilung, die aus einem Kurs der Volkshochschule Lennetal hervorgeht.

1984
Werner Brenscheidt übernimmt das Amt des ersten Vorsitzenden von Helmut Röbbecke.
Aufstieg der ersten Badmintonmannschaft in die Bezirksklasse.

1985
Einführung einer Jazzdance-Gruppe unter der Leitung von Gerlinde Sülberg-Müller. Sie übernimmt auch die Gymnastikgruppe von Anneliese Weber.

1986
Badmintonabteilung spielt mittlerweile mit 3 Senioren- und 2 Jugendmannschaften.

1990
Aufstieg der ersten Badmintonmannschaft in die Landesliga.

1991
Der TuS Nachrodt-Obstfeld wird 100 Jahre alt.
Der Verein erhält die Plakette des Bundespräsidenten und feiert das Jubiläum mit einem dreitägigen Fest im Oktober des Jahres in der Lennehalle, das noch Monate später wegen der gebotenen Harmonie und Geselligkeit, aber auch wegen der gezeigten sportlichen und künstlerischen Darbietungen in aller Munde ist. An jedem der drei Veranstaltungstage sind über 600 Menschen in der Halle.

1992
Durch die Einrichtung der neuen Kinder-Leichtathletik-Gruppe der Übungsleiter J. Tybussek, H. Even und A. Koch, wird ein erfolgreicher Versuch unternommen, die zwischenzeitlich etwas erlahmte Leichathletik im TuS Nachrodt-Obstfeld wieder zu beleben.

1993
Der TuS Nachrodt-Obstfeld richtet zusammen mit dem TSV Altena die 37. Westfälischen Prellballmeisterschaften in der Lennehalle in Nachrodt aus.

2000
Heinz-Joachim Even wird erster Vorsitzender und ersetzt Werner Brenscheidt, der nach 15- jähriger Tätigkeit sein Amt abgibt. Die Zahl der Vereinsangehörigen steigt erstmals über die Marke von 1000 Mitgliedern.

2001
Der TuS Nachrodt-Obstfeld gehört zu den ersten fünf von über 3000 Sportvereinen in Nordrhein-Westfalen, die aus den Händen des Vorsitzenden des Landessportbundes, Richard Winkels, das Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT in Düsseldorf in Empfang nehmen können.
Neugründung der Schwimmabteilung unter Martina Wruck.

2013
Die Schwimmabteilung wird eine eigenständige Abteilung mit eigenem Vorstand, auf grund der erforderlichen zusätzlichen Beiträge für die Bahngebürhen zum Erhalt des Schwimmbads.
1. Vorsitzende – Martina Wruck
2. Vorsitzender – Sebastian Even
Kassenwartin – Sabrina Kasch
Schriftführerin – Mareen Krummenärl
Jugendwartin – Vivienne Wruck

2014
Peter Jörgens übergibt die Gruppe „Jedermänner – Jung“ nach langer tätigkeit in die Verantwortung von Jörg Tybussek.

2015
Nach über 25 Jahren beendet Anne Kock ihre tätigkeit als Übungleiterin im Verein.